Museum für Volkskunst, Sammlung Alfred Hagenlocher


Sonderausstellung vom 26. August bis 28. Oktober 2018

Bilder aus dem Archiv der Stadt Meßstetten und Leihgaben der Familien Wendel und Eppler

Ausgestellte Werke von:

  • Walter Strich-Chapell (1877 - 1960)
    Der gebürtige Stuttgarter war Meßstetten sehr verbunden. Er liebte diese Gegend und das Dorf Meßstetten. Der akademisch ausgebildete Künstler zeigte seine Vorliebe zur Alb in zahlreichen Werken. 1913 hatte er den Auftrag, Bilder für die Evangelische Kirche zu schaffen. Leider fielen die Kunstwerke der Umgestaltung im Jahr 1960 zum Opfer.
  • Wilhelm F. Wendel (1908 - 1993)
    Als Dekorationsmaler ausgebildet, begann er ab 1925 sich der Malerei zu widmen. Vielfältige Mal-Ausbildung und Kunststudien in München und Stuttgart. Mit großer Begeisterung hielt er die Natur unserer Gegend in vielen Werken fest. Ab 1935 lebte der Künstler mit seiner Familie bis zum Tod 1993 in Hossingen.
  • Traugott Eppler (1894 - 1983)
    Seine Gemälde zeigen Landschaften unserer Heimat in Öl und Aquarell sowie die Liebe zu Tieren, besonders Pferden. Sein verehrter Lehrmeister war der Maler Strich-Chapell. Bis zu seinem Tod lebte Eppler in Meßstetten. Er hat uns mit seinen Gemälden ein Stück Meßstetter und Schwäbischer Alb Geschichte hinterlassen.

Öffnungszeiten:

  • Mittwoch, Sonntag, Feiertag 14-17 Uhr

Das Plakat zur Sonderausstellung steht hier zum Download bereit.


Das Museum für Volkskunst -Sammlung Alfred Hagenlocher- zeigt auf vier Etagen über 1.300 ausgewählte, qualitativ hervorragende Objekte der Volkskunst.

Die Exponate stammen vorwiegend aus dem süddeutschen Sprachraum und wurden im Zeitraum vom 17. bis 19. Jahrhundert geschaffen. Informative Tafeln erklären deren Ursprung.

Die figürlichen Darstellungen am Objekt zeigen Erzählfreudigkeit, humorvolle Alltagsszenen sind gemalt, gestickt, geritzt und geschnitzt, Gegenstände des täglichen Lebens mit künstlerischer Akribie verziert.

Mit überlieferten und selbsterfundenen Sprüchen äußern die Menschen ihre Gedanken und Gefühle. Häufig waren aber auch kulturelle Begebenheiten, Bräuche oder auch Aberglaube Anlass für die Schaffung der dargestellten Objekte.

So z. B. bei den Figurenpaaren aus dem Basler Totentanz von Anton Sohn. Mit dem Totentanz sollte mahnend daran erinnert werden, dass der Tod jeden, ungeachtet seines Standes und Alters, plötzlich aus dem Leben reißen kann. Der Figur des Todes ist jeweils ein Repräsentant eines Standes oder Berufs gegenübergestellt. Im Museum für Volkskunst sind 12 von insgesamt 42 dieser sehr seltenen Figurenpaare zu sehen.

Viele Ausstellungsstücke öffnen dem Betrachter ein Tor in frühere Zeiten und geben Einblicke in die Lebensweise der Menschen.

Die vielfältigen Möglichkeiten des volkskünstlerischen Gestaltens werden im Museum in folgenden Themenbereichen zusammengefasst und dargestellt

  • Untergeschoss:
    Ziegelkeramik, Dachziegel, Bodenfliesen, Ofenhafnerkeramik
  • Erdgeschoss:
    Hafnerkeramik, Irdenware, Steinzeug, Schwäbische Ofenwandplättchen
  • Obergeschoss:
    Glas, Hohlglas, Behältnisse, Textiles Gestalten (u.a. Stickmustertücher), Kleintextilien
    Volksfrömmigkeit/Volksglaube:
    Spitzenbilder, Spruchbilder, Hauskreuze, Votivbilder, Eisen-, Silber-, Wachsvotive, Rosenkränze und Anhänger, Klosterarbeiten, Hinterglasbilder, Patenbriefe, Haus- und Kastenkrippen
    Zizenhausener Terrakotten (u.a. Balser Totentanz)
    Bäuerlicher Schmuck:
    Ringsammlung, Kopf- und Brustschmuck, Amulette, Schmuck an Geschirr und Gerät, volkstümliches Essbesteck, Formen der Holzgestaltung, Gebäckmodel, Buttermodel, Brotstempel, Behältnisse für Schnupftabak, Gestaltetes Gerät
  • Dachgeschoss:
    Möbelmalerei, Symbole am Arbeitsgerät, Holz und Eisen
    Schmiedeeisen: Wetterfahnen, Ambosse, Gitter, Werkzeug und Gerät, Grabkreuze, Pfannenknechte, Schloss und Beschlag, Ofenplatten, Ofensteine

Regelmäßig werden auch Sonderausstellungen in das Museum integriert.


Öffnungszeiten:

  • Mittwoch, Sonn- und Feiertag von 14 bis 17 Uhr
  • Gruppen jederzeit nach Anmeldung

Eintrittspreise:

  • Erwachsene 1,50 €
  • Schüler/Studenten/Rentner 1,00 €

Kontakt:

  • über die Stadtverwaltung Meßstetten
    Telefon 07431/6349-0
  • oder im Museum während der Öffnungszeiten
    Telefon 07431/961141

Hildegard Schade

Hangergasse 16
72469 Meßstetten
Telefon: 07431/6349-0 (Stadtverwaltung Meßstetten)
Fax: 07431/6349-994
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