Museum für Volkskunst, Sammlung Alfred Hagenlocher


Osterausstellung vom 25. März 2018 bis 15. April 2018

„Frühling wird es weit und breit, seht die Hasen steh`n bereit“

Unter diesem Motto präsentiert das Museum für Volkskunst seine diesjährige Osterausstellung aus der Sammlung von Frau Sylvia Schmon.

Das Osterfest erleben wie es früher einmal war. Die Besucher können eine kleine Zeitreise unternehmen durch zwei Jahrhunderte Osterbrauchtum. Die Sammlung besteht aus mehr als 1000 Teilen und zeigt, dass Kitsch, Kultur, Kommerz, Brauchtum und Glauben beim Osterfest nahe beieinander liegen. Zu sehen sind unter anderem Osterhasen, Eier, Spiele, Kinderbücher, farbenfrohe Ostergrüße, Plaste Hasen aus der ehemaligen DDR, Meister Lampe auf Feldpostkarten, als Werbeträger auf Plakaten für allerlei Lebensmittel z.B. Schokolade und Eierlikör und vieles andere mehr. Das älteste Teil ist eine Backform aus Ton von ca. 1870.

  • Öffnungszeiten:
    Mittwoch, Sonntag, Feiertag: 14-17 Uhr
    01.04. bis 08.04.2018: täglich 14-17 Uhr
  • Begleitprogramm:
    Tag der offenen Tür zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, 25.03.2018 von11-17 Uhr. Frau Klara Braun aus Heinstetten ist im Museum und präsentiert kunstvoll bemalte Ostereier.
    Karfreitag, 30.03.2018 und Ostersonntag, 01.04.2018: Frau Diana Langer aus Streichen ist im Museum. Sie bemalt kunstvoll Ostereier und bietet österliche Dekorationen an.

Das Plakat zur Osterausstellung steht hier zum Download bereit.


Das Museum für Volkskunst -Sammlung Alfred Hagenlocher- zeigt auf vier Etagen über 1.300 ausgewählte, qualitativ hervorragende Objekte der Volkskunst.

Die Exponate stammen vorwiegend aus dem süddeutschen Sprachraum und wurden im Zeitraum vom 17. bis 19. Jahrhundert geschaffen. Informative Tafeln erklären deren Ursprung.

Die figürlichen Darstellungen am Objekt zeigen Erzählfreudigkeit, humorvolle Alltagsszenen sind gemalt, gestickt, geritzt und geschnitzt, Gegenstände des täglichen Lebens mit künstlerischer Akribie verziert.

Mit überlieferten und selbsterfundenen Sprüchen äußern die Menschen ihre Gedanken und Gefühle. Häufig waren aber auch kulturelle Begebenheiten, Bräuche oder auch Aberglaube Anlass für die Schaffung der dargestellten Objekte.

So z. B. bei den Figurenpaaren aus dem Basler Totentanz von Anton Sohn. Mit dem Totentanz sollte mahnend daran erinnert werden, dass der Tod jeden, ungeachtet seines Standes und Alters, plötzlich aus dem Leben reißen kann. Der Figur des Todes ist jeweils ein Repräsentant eines Standes oder Berufs gegenübergestellt. Im Museum für Volkskunst sind 12 von insgesamt 42 dieser sehr seltenen Figurenpaare zu sehen.

Viele Ausstellungsstücke öffnen dem Betrachter ein Tor in frühere Zeiten und geben Einblicke in die Lebensweise der Menschen.

Die vielfältigen Möglichkeiten des volkskünstlerischen Gestaltens werden im Museum in folgenden Themenbereichen zusammengefasst und dargestellt

  • Untergeschoss:
    Ziegelkeramik, Dachziegel, Bodenfliesen, Ofenhafnerkeramik
  • Erdgeschoss:
    Hafnerkeramik, Irdenware, Steinzeug, Schwäbische Ofenwandplättchen
  • Obergeschoss:
    Glas, Hohlglas, Behältnisse, Textiles Gestalten (u.a. Stickmustertücher), Kleintextilien
    Volksfrömmigkeit/Volksglaube:
    Spitzenbilder, Spruchbilder, Hauskreuze, Votivbilder, Eisen-, Silber-, Wachsvotive, Rosenkränze und Anhänger, Klosterarbeiten, Hinterglasbilder, Patenbriefe, Haus- und Kastenkrippen
    Zizenhausener Terrakotten (u.a. Balser Totentanz)
    Bäuerlicher Schmuck:
    Ringsammlung, Kopf- und Brustschmuck, Amulette, Schmuck an Geschirr und Gerät, volkstümliches Essbesteck, Formen der Holzgestaltung, Gebäckmodel, Buttermodel, Brotstempel, Behältnisse für Schnupftabak, Gestaltetes Gerät
  • Dachgeschoss:
    Möbelmalerei, Symbole am Arbeitsgerät, Holz und Eisen
    Schmiedeeisen: Wetterfahnen, Ambosse, Gitter, Werkzeug und Gerät, Grabkreuze, Pfannenknechte, Schloss und Beschlag, Ofenplatten, Ofensteine

Regelmäßig werden auch Sonderausstellungen in das Museum integriert.


Öffnungszeiten:

  • Mittwoch, Sonn- und Feiertag von 14 bis 17 Uhr
  • Gruppen jederzeit nach Anmeldung

Eintrittspreise:

  • Erwachsene 1,50 €
  • Schüler/Studenten/Rentner 1,00 €

Kontakt:

  • über die Stadtverwaltung Meßstetten
    Telefon 07431/6349-0
  • oder im Museum während der Öffnungszeiten
    Telefon 07431/961141

Hildegard Schade

Hangergasse 16
72469 Meßstetten
Telefon: 07431/6349-0 (Stadtverwaltung Meßstetten)
Fax: 07431/6349-994
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