Klasse 7a der Burgschule zu Besuch im Museum für Volkskunst in Meßstetten

Mittwoch, 25. Januar 2023

 

Zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Nadja Mühling statteten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a der Burgschule am vergangenen Freitag dem Museum für Volkskunst in der Hangergasse einen Besuch ab. Die Schulklasse interessierte sich für die Sonderausstellung „Am Puls der Malerei“ mit Gemälden von Karin Beck.
Seit dem 23. Oktober vergangenen Jahres zeigt das Museum für Volkskunst mit großem Erfolg die Gemäldeausstellung der Albstädterin. Es ist die letzte große Sonderausstellung unter der Regie der langjährigen Museumsleiterin Hildegard Schade. Seit Bestehen des Museums gab es bei zahlreichen solcher Ausstellungen Gegenstände aus vergangenen Jahrhunderten bis in die Gegenwart zu bestaunen. Nun war es Hildegard Schades großer Wunsch, die Gäste des Museums mit der letzten Sonderausstellung noch einmal in die zeitgenössische Kunst zu führen.
„Es ist meine Leidenschaft, das Leben mit dem Herzen der Kunst zu spüren“, so Karin Beck. In diesem Sinn schafft sie eine vielseitige Bilderwelt, die sich jung, frisch, bunt und mit positiver Energie geladen dem Betrachter darstellt. Sie malt in der gegenwärtigen Zeit mit all den Entwicklungen und Umbrüchen in vielen Lebensbereichen, so zu sehen in ihren Bildern „Europa“ und „Unser Nest ist bunt“. Aber auch die schönen Seiten des Lebens, die Beziehungen der Menschen zueinander, die Frauen in ihrer subtilen, verführerischen Ausstrahlung sind ein großes Thema in ihrer Kunst. Typisch für Karin Becks Malstil ist die Vorliebe für große Formate, wie „Aus dem Meer“. Hier vermischt sie Berichte aus den Medien und schickt sie im Popart-Stil in das Meer der Vergangenheit.
Entsprechend gespannt waren die Schülerinnen und Schüler, als sie in Begleitung ihrer Klassenlehrerin Nadja Mühling an der Pforte des Museums von Hildegard Schade und Karin Beck persönlich empfangen wurden. Die Künstlerin verstand es, das junge Publikum mit blumigen Worten durch ihre Ausstellung zu führen, die sich auf alle vier Stockwerke des Museums erstreckt. Dabei gab es viel zu erfahren über die angewendeten Maltechniken, die Beweggründe für die Auswahl der Motive und die Botschaften, die vermittelt werden sollen. „Es war mir ein wichtiges Anliegen, den Schülerinnen und Schülern persönlich meine Werke zu erklären und mich mit ihnen auszutauschen“, zeigte sich Karin Beck erfreut über die neugierige Besuchergruppe.
Dies entspricht auch dem pädagogischen Ansatz Nadja Mühlings, die mit ihren Schulklassen immer mal wieder Exkursionen unternimmt. „Mir ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler einen praktischen Bezug zur Kunst bekommen. Mit dieser Art von Unterricht kann man bei den Kindern Kreativität wecken und fördern – eine Fähigkeit, die auch im späteren Berufsleben sehr wichtig sein kann“, so die engagierte Lehrerin. Nach dem Besuch im Museum begleitete die Künstlerin Karin Beck die Schulklasse in die Burgschule und gab ihnen im Kunstunterricht praktische Tipps. Die Aufgabe für die Kinder war das Malen oder Zeichnen von Gesichtern.
Wie eingangs bereits beschrieben, ist die Sonderausstellung „Am Puls der Malerei“ die letzte große Ausstellung dieser Art unter der Regie der langjährigen Museumsleiterin Hildegard Schade. Bürgermeister Frank Schroft nahm dies bei der Ausstellungseröffnung im Oktober zum Anlass, ausführlich auf das Wirken Schades zu blicken und deren große Verdienste um das Museum zu würdigen. Frau Schade habe bereits an der Eröffnung des Museums für Volkskunst im Juli 1994 mitgewirkt. Rückblickend betrachtet sei ihr beispielhaftes Engagement ein absoluter Glücksfall für die Stadt, die Kulturschaffenden in der Region und speziell für diese Einrichtung. Zwar bleibt sie dem Museum weiterhin als Leiterin erhalten, jedoch ohne die Organisation von weiteren Sonderausstellungen.
Die Philosophie, das Museum mit Sonderausstellungen und Aktionstagen stärker zu frequentieren, habe Frau Schade bereits beim Stadtfest im Jahr 1996 begründet. Dabei seien ihr die eigene Sammelleidenschaft sowie vielfältige Kontakte in der regionalen Kunstszene sehr zugute gekommen. Deutlich über 30 Sonderausstellungen und unzählige Aktionstage seien so in knapp drei Jahrzenten zusammengekommen. „Von der Idee und Konzeption über das Werben bei den Leihgebern bis hin zum Aufbau haben Sie sich bei den Sonderausstellungen stets mit sehr viel Herzblut und großem fachlichem Können eingebracht“, so Bürgermeister Schrofts lobende Worte bei der Ausstellungseröffnung.

Infokasten:

Die Sonderausstellung „Am Puls der Malerei“ mit Gemälden von Karin Beck im Museum für Volkskunst Meßstetten (Hangergasse 16) kann letztmalig am Sonntag, 29. Januar 2023, von 14.00 bis 17.00 Uhr besichtigt werden. Danach ist das Museum zum Abbau der Sonderausstellung im Februar geschlossen.