Der Jugendraum ist offen: Treffpunkt für die Jugendlichen in der Stadt

Mittwoch, 21. Juli 2021

 

Zur Premiere war das Publikum durchaus etwas älter, aber nicht minder begeistert: Seit Donnerstag ist der neue Jugendraum der Stadt Meßstetten offiziell in Betrieb. Die Vertreter der Stadtverwaltung und des Diasporahauses Bietenhausen sowie die Meßstetter Fraktionsvorsitzenden zeigten sich bei der Einweihung der modular erstellten Räume begeistert.

Der Grundtenor in der coronabedingt kleinen Gästeschar: Der neue Treffpunkt sei hell, freundlich und modern. Denn künftig stehen den Jugendlichen auf rund 140 Quadratmetern zwei weiß möblierte Räume zur Verfügung. Der erste Raum ist als Gruppenraum konzipiert. Er verfügt über einen Tisch mit vielen Stühlen, eine Küchenzeile und demnächst – so ist es geplant – eine Bar. Diese werden die Jugendlichen mit Daniel Klapper vom Diasporahaus Bietenhausen selbst bauen. Der zweite Raum ist gemütlich eingerichtet mit grauen Sofas und Accessoires, Hockern, Sitzsäcken, Leinwand, Beamer sowie Playstation. Damit der analoge Freizeitspaß nicht zu kurz kommt, stehen zudem ein Billardtisch und ein Tischkicker bereit.

Dass das Thema „Jugendraum“ ein „städtischer Dauerbrenner“ sei, verhehlte Bürgermeister Frank Schroft in seiner kurzen Rede nicht. Er erinnere sich gut an seine Kandidatenvorstellung in Meßstetten, berichtete er. „Damals hat mich ein junger Mann gefragt, was ich eigentlich für die jungen Menschen in der Stadt zu unternehmen gedenke.“ Dass ein geeigneter Jugendraum fehle, sei ihm schnell und ziemlich unverhohlen kommuniziert worden. Im Jugendforum, im Jahr 2017 in Meßstetten installiert, wurde dieser Wunsch ebenfalls immer wieder thematisiert. Noch brisanter wurde die Diskussion, als die Körperbehindertenförderung Neckar-Alb (KBF) als Betreiber der Kita Spatzennest für den einstigen Jugendraum in der Hangergasse selbst dringenden Bedarf anmeldete. Schroft freute sich am Donnerstag augenscheinlich, mit der offiziellen Einweihung den berühmten Haken unter das Thema zu setzen. Die Stadt lässt sich dieses Projekt laut Frank Schroft etwas kosten: rund 230.000 Euro. Was den Modulen bislang noch fehlt, ist die Verkleidung aus Lärchenholz. Dankesworte richtete der Bürgermeister an die Untere Baurechtsbehörde im Landratsamt. Sie sei der Stadt Meßstetten insofern entgegengekommen, als dass diese den Betrieb im Jugendraum Skistraße ein Jahr lang „testen“ könne. Erst im Nachgang würden die notwendigen baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen.

Dank an Stadt und Gemeinderat

Zur Seite steht der Stadt Meßstetten im Betrieb des Jugendraums ein langjähriger Partner: das Diasporahaus Bietenhausen. Dieses zeichnet seit über 20 Jahren für die Gemeinwesenorientierte Jugendarbeit in der Stadt verantwortlich. Für Bereichsleiter Bernd Kopf, das gab dieser offen zu, geht das Erfolgsmodell in dieser bewährten Zusammenarbeit mit dem „Jugendraum Skistraße“ in eine neue Runde. „Die Mädchen und Jungs brennen darauf, ihren neuen Treffpunkt in Betrieb zu nehmen“, erzählte er. Glücklicherweise habe das Team während der Pandemie intensiv den digitalen Kontakt zu den jungen Leuten gehalten: „Es gab sogar ein Online-Konzert.“ Dankesworte richtete Kopf nicht nur an die verantwortlichen Mitarbeiter der Stadtverwaltung, sondern auch an die Gemeinderäte für deren Unterstützung. Aktuell arbeitet das Diasporahaus ein Nutzungskonzept für die Räumlichkeiten in der Skistraße aus. Ermöglichen möchte das Team neben erweiterten Öffnungszeiten auch andere Angebote – Mittage für jüngere Kinder, Präventionsveranstaltungen oder Elternabende beispielsweise. Was jetzt noch fehlt: der Name für den neuen Treffpunkt. Dabei sind die Jugendlichen wiederum mit eingebunden: Aktuell läuft dazu ein Ideenwettbewerb.