Schwimmponton und Eisberg am Stausee Oberdigisheim mussten entfernt werden

Dienstag, 23. Juni 2020

Der Stausee Oberdigisheim wurde Anfang der 80er Jahre als Hochwasserrückhaltebecken gebaut, nachdem der Kohlstattbrunnenbach in den 70er Jahren mehrmals Straßen und Grundstücke in Oberdigisheim überschwemmte. Über diese Sicherheitsfunktion hinaus erfreute sich der Stausee schnell großer Beliebtheit als naturnahe und frei zugängliche Badestelle.

Deshalb ist der See nach und nach für Gäste aufgewertet worden. Großzügige Liegewiesen bieten jede Menge Platz, Umkleidekabinen sowie Toilettenanlagen sind vorhanden. Um den Einstieg zu erleichtern, wurden Treppen und Kiesbänke angelegt. Ein Rundweg um den See lädt zu Spaziergängen ein, direkt neben dem See gibt es einen Spielplatz für Kinder und zwei Grillstellen. An heißen Sommertagen wird auch die Kneipp-Anlage oberhalb des Stausees gerne genutzt. Unterhalb des Stausees auf dem Parkplatz befinden sich 11 Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagengespanne.

Besondere Highlights auf der Wasserfläche sind ein Schwimmponton in der Mitte des Stausees sowie ein „Eisberg“ im Uferbereich. Diese beiden Attraktionen mussten nun leider entfernt werden. Ausschlaggebend hierfür war eine am vergangenen Freitag durchgeführte Begutachtung des Stausees durch einen Sachverständigen der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V. Die Begutachtung wurde notwendig aufgrund eines Urteils des Bundesgerichtshofs zur Verkehrssicherungspflicht an Badestellen. Mit den beiden Attraktionen auf der Wasserfläche, so der Sachverständige im Ergebnis, hätte der See nicht mehr weiter als frei zugängliche Badestelle betrieben werden können.

Nach der Entfernung der beiden Wasserattraktionen ist das Baden wie bisher auf eigene Gefahr gestattet, wobei die DLRG-Ortsgruppe Meßstetten auch künftig bei schönem Wetter an Samstagen und Sonntagen Wasserrettungsdienste durchführen wird. Auf Basis der Begutachtung erstellt die beauftragte Gesellschaft für das Badewesen nun ein umfängliches Gutachten, das die Bedingungen für den Betrieb des Stausees als frei zugängliche Badestelle detailliert festlegt.