Landkreis erwirbt „Gebäude 48“ (ehemaliges StoV-Gebäude) auf dem Gelände der Zollern-Alb-Kaserne

Dienstag, 02. Juni 2020

 

Im Dezember des vergangenen Jahres waren Forstminister Peter Hauk und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zu Besuch in Meßstetten. Neben den neuen Büros der künftigen Forstbezirksdirektion Baar/Hegau, die für einen Zeitraum von drei Jahren übergangsweise in den Räumlichkeiten der Firma Sanetta untergebracht sind, besichtigten die beiden Kabinettsmitglieder der baden-württembergischen Landesregierung auch das frühere StoV-Gebäude auf dem Geißbühl. Dort soll die Forstbezirksdirektion nach dem Auszug aus dem Sanetta-Gebäude künftig untergebracht werden.

Auch der Landkreis beabsichtigt Teile seiner Verwaltung in dieses Gebäude auszulagern. In seiner Sitzung am 16. März 2020 hat der Kreistag beschlossen, die Landkreisverwaltung mit der Vorbereitung der für die Einrichtung einer Verwaltungsdienststelle in Meßstetten notwendigen Baumaßnahmen zu beauftragen und das Gebäude von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zu erwerben.

Am 25.05.2020 hat der Kreistag erneut in dieser Sache beraten und den Kauf des Gebäudes mit großer Mehrheit beschlossen. Basis für den Beschluss ist ein modulares Um- bzw. Ausbaukonzept des Architekturbüros Vosseler. Das Büro aus Albstadt wurde auch mit der fachlichen Unterstützung bei den weiteren Planungen und bei der baulichen Umsetzung beauftragt. In einem ersten Bauabschnitt ist die energetische Sanierung der Gebäudehülle vorgesehen. Außerdem soll auf dem Flachdach des Gebäudes eine Photovoltaikanlage installiert werden. Im Obergeschoss ist geplant, im südlichen Gebäudeteil drei Büros sowie zwei Besprechungsräume und einen Nebenraum zu erstellen. Im Erdgeschoss sollen im südlichen und westlichen Bereich zunächst fünf Büroräume, vier Neben- bzw. Lagerräume, ein Besprechungsbereich, ein Aufenthaltsraum, Sanitäranlagen einschließlich Behinderten-WC und ein Info-/Ausstellungsbereich mit Backoffice entstehen. In den EG-Restflächen wäre nach der energetischen Sanierung weitere Büro- oder auch Lagernutzung möglich. Im Untergeschoss sind vorerst nur unwesentliche Änderungen zur Archivnutzung geplant. Eine Aufzugsanlage ist über alle drei Stockwerke hinweg vorgesehen.

Die Kosten für die dargestellten Baumaßnahmen sind mit 3.285.000 Euro veranschlagt. Hinzu kommen Kosten für den Ankauf des Gebäudes mit 235.000 Euro zzgl. Nebenkosten für Notar- und Vermessungskosten sowie Grunderwerbsteuer mit ca. 20.000 Euro, insgesamt somit ca. 255.000 Euro. Die Gesamtkosten für den Grundstückskauf und für die Umsetzung der dargestellten Bau- und Sanierungsmaßnahmen zur Verwaltungsbringung belaufen sich damit auf 3.540.000 Euro. Die Fertigstellung der Bauarbeiten ist bis zum Jahresende 2021 vorgesehen.

Bürgermeister Frank Schroft begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich. Die Entscheidung sei ein großartiges Signal an die Stadt Meßstetten und ein besonderes Zeichen der Solidarität bei den Bemühungen um eine nachhaltige und sinnvolle Konversion. Seinen Dank richtet er dabei insbesondere an die Kreisverwaltung sowie an alle im Kreistag vertretenen Fraktionen, die diese Bestrebungen unterstützen.