Barbara Weber ist neue stellvertretende Pflegedienstleiterin

Mittwoch, 04. Mai 2022

 

Am 1. Mai hat die Mitarbeiterin der Sozialstation Meßstetten ihre neue Stelle angetreten.

Eine Mitarbeiterin aus den eigenen Reihen vervollständigt seit Anfang Mai das Führungsteam der Sozialstation: Barbara Weber kommt ursprünglich aus der Schweiz und ist nach mehreren Lebensstationen in Meßstetten gelandet. Die Stelle hat sie von Monika Modica übernommen, die in eine andere Anstellung im Pflegebereich gewechselt hat. Barbara Weber ist keine Unbekannte in der Sozialstation. Bereits seit elf Jahren arbeitet die Mutter von zwei erwachsenen Kindern dort als Pflegefachkraft.

Im Mai 2011 wurde Barbara Weber bei der Stadt Meßstetten als Krankenpflegehelferin mit 50 % angestellt. Bereits nach kürzester Zeit fand sie großen Gefallen am Umgang mit den alten und pflegebedürftigen Menschen, weshalb sie sich zu einer Ausbildung zur staatlich examinierten Altenpflegerin entschloss und diese im Oktober desselben Jahres begann. Nach bestandener Prüfung wurde sie im September 2013 bei der Sozialstation übernommen. Im Laufe der Jahre absolvierte Barbara Weber mehrere Weiterbildungen. So besuchte sie im Jahr 2014 die Weiterbildung zum Praxisanleiter und übernahm darauf die Funktion der Schülermentorin bei der städtischen Einrichtung. In dieser Rolle betreute sie Schülerinnen und Schüler, die bei der Sozialstation im Rahmen ihrer Ausbildung ein Pflichtpraktikum absolvierten. In den vergangenen beiden Jahren absolvierte die Schweizerin in Eigenregie berufsbegleitend die Weiterbildung zur staatlich geprüften Sozialfachwirtin für Organisation und Führung, Schwerpunkt Sozialwesen. Dadurch erfüllte Barbara Weber alle Voraussetzungen für die Stelle der stellvertretenden Pflegedienstleiterin, die sie nach ihrer Wahl durch den Verwaltungs- und Finanzausschuss angetreten hat.

Barbara Weber freut sich auf ihre neue Tätigkeit und darauf, die Arbeit der Station aus einem neuen Blickwinkel zu erleben. Der Rückhalt aus dem Team ist da: „Die Kolleginnen haben mich darin bestärkt, mich auf die Stelle zu bewerben“, meint die 55-Jährige, die sich erstmal ganz auf die Einarbeitung in die neuen Aufgaben und die Programme beispielsweise zur Erstellung der Dienstpläne konzentrieren will. Persönlich hat sie sich zum Ziel gemacht, den Kolleginnen und Kollegen ihre tägliche Arbeit zu erleichtern, indem beispielsweise die Dienste einschichtig gefahren werden. Aufgrund des akuten Fachkräftemangels in der Pflege ist der Wunsch allerdings erst einmal Zukunftsmusik.

Zustimmung findet sie bei Pflegedienstleiterin Ingrid Klaiber: „Wir möchten die Sozialstation natürlich gemeinsam weiter voranbringen, aber realistischerweise müssen wir uns momentan darauf konzentrieren, die gute Versorgung der Klienten weiter aufrechtzuerhalten. Mit dem Fachkräftemangel in der aktuellen Lage höhere Ziele zu formulieren, wäre utopisch.“ Umso mehr freut sie sich auf die Zusammenarbeit mit ihrer neuen Stellvertreterin, von der sie weiß, dass es „menschlich und charakterlich passt“, und ist überzeugt, dass es in einem funktionierenden Arbeitsumfeld einfacher ist, den täglichen Herausforderungen zu begegnen.

Gemeinsam steht das neue Führungsduo einem Team aus 54 Pflegefachkräften vor, die täglich rund 300 Hausbesuche in 17 Touren absolvieren. Ingrid Klaiber und Barbara Weber kümmern sich nicht nur um Abrechnungen, Leistungserstellungen und Verträge, sondern beraten auch bezüglich der Pflegegrade. Außerdem obliegt ihnen der Bereich der Qualitätskontrolle: Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) hat die Meßstetter Sozialstation in den vergangenen Jahren stets mit der Bestnote 1,0 bewertet.

„Frau Weber ist aus unserer Sicht aufgrund ihrer Fähigkeiten und ihrer Erfahrung bestens geeignet, diese Stelle nach einer erforderlichen Einarbeitungszeit auszufüllen“, ist sich Geschäftsführer Daniel Bayer sicher und weist darauf hin, dass es in der aktuellen Situation wichtig war, diese Lücke in der Leitung zeitnah zu schließen. „Ich wünsche Frau Weber für die kommenden Aufgaben viel Erfolg und freue mich auf die künftige Zusammenarbeit. Ich bin mir sicher, dass Frau Weber für die Anliegen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stets ein offenes Ohr haben wird.“