Neue Zukunftsideen und eine bekannte Großbaustelle

Donnerstag, 26. August 2021

 

Meßstetter Gemeinderäte auf Ortsbegang durch den Kernort

Eine Großbaustelle, laufende Projekte, engagierte Diskussionen und dazu neue Zukunftsvisionen: Die für Meßstetten gewählten Gemeinderäte haben sich gemeinsam mit der Verwaltungsspitze auf einen abwechslungsreichen Ortsbegang durch den Kernort begeben.

Die Tour startete im Hof der Burgschule, wo Verwaltungsmitglieder und Räte Schäden auf dem Schulhof in Augenschein nahmen. Asphalt und Pflaster sind dort stellenweise kaputt. Diese Gefahrenstellen müssten beseitigt werden, darin war man sich einig. Zumal die Stadt Meßstetten an der Burgschule ein verlässliches Ganztagesangebot für Grundschüler offeriere, welches die Kinder lückenlos versorge. Buchbar sind hierbei vier Module: Kernzeitbetreuung früh, Kernzeitbetreuung spät, Mittagspausenbetreuung mit Essen sowie Hausaufgabenbetreuung. Im Hinblick darauf spiele ein intaktes und zeitgemäßes Außengelände eine noch bedeutsamere Rolle, so lautete der einmütige Tenor.

Gleiches gilt für die Grundschule im Wohngebiet Bueloch. Auch dort lasse die Attraktivität des Schulhofs an der dortigen Grundschule, der angeschlossenen Sportanlage und des Bolzplatzes zu wünschen übrig, argumentierten die Räte. Die Bueloch-Grundschule ist der Burgschule zugeordnet. In der Außenstelle ist für das kommende Schuljahr ebenfalls ein kommunales Betreuungsangebot mit drei Modulen in Planung: Kernzeitbetreuung früh, Kernzeitbetreuung spät sowie Hausaufgabenbetreuung. Angebote, die der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat in ihrem Streben nach größtmöglicher Familienfreundlichkeit sehr am Herzen liegen. Die Meßstetter Gemeinderäte schlugen vor, ein Fachbüro zu beauftragen, das für beide Schulgelände ein pädagogisch durchdachtes Konzept erstellt. Dieses soll zum einen Erfordernisse an moderne Sport- und Freizeitanlagen berücksichtigen und zum anderen die Kosten dafür aufschlüsseln.

Im Zeitplan liegt die Großbaustelle im Bueloch – auch dorthin führte die Tour durch Meßstetten. In der Max-Eyth-Straße werden im Rahmen der großen Sanierungsmaßnahme Fahrbahn, Kanal und Wasserleitung instand gesetzt – aktuell von der Einmündung der Gottlieb-Daimler-Straße im Süden bis zur Friedrich-List-Straße im Norden. Mitverlegt werden Leerrohre für die Breitbandversorgung. Die Arbeiten laufen bekanntlich seit April 2021. Aller Voraussicht nach sind sie im Oktober beendet. Die Kostenschätzung liegt bei 1,4 Millionen Euro; gefördert wird diese Maßnahme zu 60 Prozent aus Bundes- und Landesmitteln. Im Bueloch, so betonten die Räte, müsse man auch zukünftig am Ball bleiben. Dazu gehört es nach Ansicht der teilnehmenden Verwaltungs- und Gremiumsmitglieder, sich sukzessive notwendiger Sanierungsarbeiten anzunehmen und diese schlüssig aufeinander abzustimmen.

Im Vorfeld des Ortstermins hatten die Gemeinderäte in den Fraktionen Ideen und Anregungen an die Verwaltung weitergegeben. Der Wasserturm sei zwischenzeitlich zum beliebten Treffpunkt geworden, Partymüll und Leergut leider mit eingeschlossen, so hörte die Verwaltung bei der anschließenden Diskussion. Dies warf die Frage nach der Zukunft des Meßstetter Wahrzeichens auf. Etliche Meßstetter Gemeinderäte waren gern bereit, sich in einem Arbeitskreis mit einer potenziellen Sanierung und geeigneten Zukunftskonzepten zu befassen. Eine weitere Anregung der Bürgervertreter lautete, den Oberen Talbrunnen optisch aufzuwerten. Von Interesse war beim Ortsbegang ferner die Frage, wie es mit dem Sportgelände Eichhalde weitergehe. Die Stadt sei sehr an einer Nachnutzung interessiert, betonte Bürgermeister Frank Schroft. Gut vorstellen kann sich die Verwaltung, hier neuen Wohnraum zu schaffen und dafür mit einem geeigneten Investor zu kooperieren.

Frank Schroft dankte den Mitgliedern des Gremiums für ihre Anregungen: „Sie schaffen damit fundierte Grundlagen für unsere weiteren Planungen.“ Noch in diesem Jahr will Meßstetten seinen Haushaltsplan für 2022 verabschieden: Viele der für 2021 geplanten Maßnahmen sind bereits jetzt abgeschlossen.