Bürgermeister Frank Schroft besucht die TSV-Stube in Meßstetten

Mittwoch, 02. Dezember 2020

 

Im Rahmen seiner regelmäßigen Firmenbesichtigungen stattete Bürgermeister Frank Schroft jüngst Roland Schumann in der TSV-Stube Meßstetten einen Besuch ab.

Den Start in die Selbständigkeit hatte sich Roland Schumann sicherlich anders vorgestellt. Erst im Dezember 2019 hatte er die TSV-Stube übernommen und sich damit seinen lang gehegten Wunsch erfüllt, ein eigenes Lokal zu führen. Doch gerade einmal gut drei Monate später musste er aufgrund des coronabedingten Lockdowns schon wieder schließen.

Und dabei war er mit den ersten Monaten vollauf zufrieden. „Wir hatten von Beginn an viele Gäste, bekamen positive Rückmeldungen und der Betrieb hat sich sehr gut entwickelt.“ Auch die Zusammenarbeit mit dem TSV Meßstetten bewertet er als sehr positiv. Nach den ersten Gesprächen mit den Verantwortlichen des TSV, der als Verpächter fungiert, habe er ein gutes Gefühl gehabt und sich relativ schnell dazu entschlossen, die Gaststätte zu übernehmen.


Ab ca. Mitte Mai ermöglichte die Corona-Verordnung wieder eine Öffnung des Lokals unter strengen Hygieneauflagen. Nachdem sich zur Einhaltung der gebotenen Abstände die Anzahl der Sitzplätze im Lokal etwa halbiert hatte, genossen es in den warmen Sommermonaten viele Gäste, sich von Roland Schumann und seinem Team in der gemütlichen Gartenwirtschaft verwöhnen zu lassen. Zum Team der TSV-Stube zählen 14 Teilzeitkräfte und ein Auszubildender zum Koch im dritten Lehrjahr, die bis zum Beginn der Pandemie auch alle Hände voll zu tun hatten. So wurden schon in der letztjährigen Adventszeit neben dem regulären Restaurantbetrieb einige größere Weihnachtsfeiern ausgerichtet. Jederzeit kann sich Roland Schumann auch auf die Unterstützung seiner Partnerin Tatjana Krisan sowie seiner Eltern Linda und Karl-Heinz Schumann verlassen. „Die Unterstützung meiner Familie bedeutet mir sehr viel“, so der engagierte Meßstetter.


Vor seiner Ausbildung zum Koch und einer mehrjährigen Anstellung als Küchenchef in einem Restaurant in der näheren Umgebung hatte er bereits eine Ausbildung zum Metzger absolviert. Gut möglich, dass der 30-Jährige aufgrund dieser umfassenden Ausbildung und den dabei erlangten Kenntnissen über die Herstellung von Lebensmitteln in seinem Restaurant gänzlich auf die Verwendung von Fertig- und Convenience-Produkten verzichtet. „Meine Gäste schätzen es sehr, dass sie bei mir ausschließlich Gerichte aus frischen Zutaten serviert bekommen.“ Um zu ergänzen: „Etwas anderes ließe sich auch nicht mit meiner Vorstellung von guter Küche vereinbaren.“
Um seinem eigenen Frischeanspruch mit einer kleinen, aber feinen Menüauswahl gerecht zu werden und seine Gäste dennoch mit einer variantenreichen Küche und immer wieder neuen Gerichten verwöhnen zu können, kreiert er jeden Monat eine neue Speisekarte. Neben typisch schwäbischen Leckerbissen wie dem klassischen Zwiebelrostbraten, einem Schlemmerpfännchen mit Schweinelendchen oder selbst gemachten Maultaschen lässt Schumann seiner Kreativität gerne auch mal freien Lauf und bereichert hierfür seine Speisekarte mit der Rubrik „Amol ebbes anders“. Der Jahreszeit angepasst finden sich dort auch etwas ausgefallenere Schmankerl wie ein Rib-Eye-Steak, geschmorte Rinderbäckchen, eine rosa gebratene Gänsebrust oder selbstgeräucherte Regenbogenforellen vom Harras. Auch seine vegetarischen Gäste umsorgt Schumann mit wechselnden Gerichten und verschiedenen Salatvariationen. An bestimmten Tagen bietet er ein Wurstsalatbuffet an oder lädt seine Gäste ein unter dem Motto „It's Burger Time“.


Aufgrund der Corona-Pandemie musste Roland Schumann Anfang November erneut seine Pforten schließen. Um auch während dieser Zeit für seine Gäste da zu sein, bietet er seither erfolgreich einen Abholservice an. Trotzdem hofft er, „dass ich meine Gäste bald wieder im Restaurant bekochen kann“.
Weitere Infos zum Restaurant und zum Abholservice finden Sie auf der Facebook-Seite der TSV-Stube.